Willy Astors Literwochen auf den Spirituosen

Es ist nicht immer einfach, Willy Astor zu folgen. Etwa, wenn er aus seiner prominent besetzten WG berichtet, wo George das Cloo ney putzt und Liam Neeson muss, als „Ich Sean Penn“. Im irrwitzigen Tempo lässt der Wortakrobat aus Bayern seine Pointen vom Stapel. 250 Zuschauer im gut besuchten Bürger- und Rathaussaal dankten dem Musiker und Kabarettisten am Ende der fast dreistündigen Vorstellung Freitagabend mit stehenden Ovationen.

Das Bestwiger Publikum hatte er schnell liebgewonnen. Erschienen ihm die Besucher abends zuvor in Düsseldorf doch recht reserviert, freute er sich im Sauerland über die Offenheit und Spontanität. Oder über die raue Lache einer Besucherin in der ersten Reihe: „Damit können Sie Geld verdienen. Haben Sie mal Pornos synchronisiert?“ Und als Rita aus Reihe Drei noch vor der Pause schnell aufs Klo musste, improvisierte Astor zu diesem Thema, bis sie wiederkam.

Der Münchener begeisterte sowohl mit vordergründigem Wortwitz als auch hintergründigem Humor. Uns musikalisch beherrscht er ebenso den eingängigen Pop wie komplizierte Gitarrenriffs. „Manchmal gelingt es mir auch, ganz verschiedene Musikstile zu kombinieren: Zum Beispiel Country und Western“, ulkt er.

Dem Arzt sehr verbunden

Astor berichtet von den Literwochen nach der Hochzeit auf den Spirituosen: „Das war eine Schnapsidee.“ Er erzählt vom Aufenthalt im Krankenhaus, wo er einem indischen Arzt, der ihn am Ende des Ganges empfängt, für die Verarztung sehr verbunden ist. Und er beschreibt die Fahrt der Familie Bröselbeck zur Insel Tiri Tiri Matangi, wo man sich mit „Halluzi“ begrüßt, weil sie eine Halluzi-Nation, also vielleicht doch nur eine Utopie ist – wie so viele Episoden aus Willy Astors „Einfallsreich“.

Es sei wichtig, sich auch in turbulenten Zeiten den Humor zu erhalten, vor allem aber auch, über sich selbst lachen zu können, betont der Künstler, bevor er den Abend mit „Chance-Songs“ seines neuen Studio-Albums ausklingen lässt. Und ganz zum Schluss - in seiner letzten Zugabe - überlässt er die Zuhörer ihrer Fantasie. Als er die Untersee-Reise der „Nautilus“ erzählt - ganz ohne Worte, allein mit seiner Gitarre.

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